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Kinderdepot & Frühstart-Rente

Frühstart-Rente beschlossen: 10 € im Monat für Kinder

Der Bundestag hat die Frühstart-Rente beschlossen: 10 € im Monat für Kinder von 6 bis 18, ab Jahrgang 2020. Was gilt, was sie bringt und was du tun kannst.

12 min readVon Marvin Rosenkranz

TL;DR: Der Bundestag hat am 16. Oktober 2026 das Frühstartrentengesetz beschlossen: Für Kinder von 6 bis 18 Jahren zahlt der Staat 10 Euro im Monat in einen Altersvorsorgedepot-Vertrag, zuerst für den Jahrgang 2020. Das sind höchstens 1.440 Euro Staatsgeld, aus denen bei 7 % Rendite bis zum 67. Lebensjahr rund 61.000 Euro werden können. Als Alleinkonzept reicht das nicht, als kostenloser Baustein schon.

Seit dem 16. Oktober 2026 ist die Frühstart-Rente beschlossen: Der Bundestag hat das Frühstartrentengesetz in der Fassung des Finanzausschusses mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD angenommen, Grüne und Linke stimmten dagegen, die AfD enthielt sich (Bundestag). Als Nächstes befasst sich der Bundesrat mit dem Gesetz. Vorausgegangen war am 17. Dezember 2025 der Beschluss der Eckpunkte im Kabinett (Bundesregierung).

Diese Seite fasst zusammen, was das Gesetz regelt, wie viel Kapital daraus werden kann und wie die Frühstart-Rente zu einem eigenen Kinderdepot passt. Grundlage sind der Gesetzentwurf (Drucksache 21/7864) und die Beschlussempfehlung des Finanzausschusses (Drucksache 21/8606, Vorabfassung). Das Gesetz ist noch nicht im Bundesgesetzblatt verkündet, die Beschlussempfehlung liegt bisher nur als Vorabfassung vor. Stand: 16.10.2026.

Mehr zu Depots für Kinder: Kinderdepot im Überblick.

Was hat der Bundestag beschlossen?

Für Kinder zwischen sechs und 18 Jahren zahlt der Staat monatlich 10 Euro in einen Altersvorsorgedepot-Vertrag, den die Eltern bei einem Anbieter für das Kind abschließen. Der Abschluss ist elektronisch möglich, eine Beratung ist nicht nötig, und es gelten die Regeln des Standarddepot-Vertrags (Bundestag). Das Geld wird in Fonds oder ETFs angelegt, die Effektivkosten des Standarddepots sind auf 1 % pro Jahr begrenzt (Bundesregierung: Fragen und Antworten zur Reform der privaten Altersvorsorge).

Die Eckdaten auf einen Blick:

MerkmalRegelung
Prämie10 Euro für jeden Monat, in dem das Kind anspruchsberechtigt ist
AnspruchsberechtigtKinder ab dem vollendeten 6. bis zum 18. Lebensjahr mit erstem Wohnsitz im Inland
StartJahrgang 2020, ab 2027 jedes Jahr der Jahrgang, der in diesem Jahr sechs wird
Ältere KinderVertrag möglich, aber keine Prämie
Zahlungvierteljährlich rückwirkend an den Anbieter, der sie dem Vertrag gutschreibt
Eigene Einzahlungenbis zu 6.840 Euro im Jahr, für Eltern steuerlich nicht absetzbar
Auszahlung der Prämie samt Erträgengrundsätzlich nicht vor dem 65. Lebensjahr, nicht beleihbar, nicht veräußerbar, nicht pfändbar
SteuerPrämie und Erträge bis zur Auszahlungsphase steuerfrei, die Leistungen werden später besteuert
Tod des Kindes vor 18Kapital und Eigenbeiträge sind vererbbar, die Prämie wird nicht zurückgefordert

Die Angaben stammen aus dem Gesetzentwurf (Drucksache 21/7864, §§ 1 bis 3, 8 und 29) in der Fassung der Beschlussempfehlung des Finanzausschusses (Drucksache 21/8606).

Die Prämie selbst soll kostenfrei bleiben: Auf den Vertragsteil, der auf der Frühstartrente und ihren Erträgen beruht, dürfen bis zum Beginn der Auszahlungsphase keine Abschluss- und Vertriebskosten erhoben werden. Bei einem Anbieterwechsel darf weder der alte noch der neue Anbieter sonstige Kosten für die Übertragung verlangen. Für eigene Einzahlungen gelten die normalen Vorschriften für Altersvorsorgeverträge (Drucksache 21/8606, Begründung des Ausschusses).

Citation Capsule: Der Bundestag hat das Frühstartrentengesetz am 16. Oktober 2026 beschlossen. Kinder zwischen 6 und 18 Jahren erhalten monatlich 10 Euro vom Staat in einen Altersvorsorgedepot-Vertrag, beginnend mit dem Geburtsjahrgang 2020. Die Auszahlung ist grundsätzlich erst ab dem 65. Lebensjahr möglich (Bundestag, 2026).

Wie das Altersvorsorgedepot für Erwachsene funktioniert, steht auf der Seite Altersvorsorgedepot: Förderung, Kosten, erlaubte ETFs.

Für welche Kinder gilt die Frühstart-Rente — und ab wann?

Die Frühstart-Rente startet nicht für alle Kinder gleichzeitig, sondern mit dem Geburtsjahrgang 2020, den Kindern, die 2026 sechs Jahre alt werden. Ab 2027 kommt jedes Jahr der Jahrgang dazu, der in diesem Jahr sechs wird (Bundestag). Das Gesetz gilt erstmals für das Kalenderjahr 2026 (Drucksache 21/7864, § 30).

JahrNeu einbezogener Jahrgang
2026Jahrgang 2020
2027Jahrgang 2021
2028Jahrgang 2022
2029Jahrgang 2023

Kinder, die vor 2020 geboren wurden, bekommen keine Prämie. Für sie kann ein Vertrag abgeschlossen werden, aber ohne staatliche Zahlungen. Hinweis zur Aktualisierung am 16.10.2026: Eine frühere Fassung dieses Artikels ging davon aus, dass ältere Jahrgänge ab 2029 schrittweise einbezogen werden. Das sieht das beschlossene Gesetz nicht vor.

Was passiert ohne Vertrag? Schließen die Eltern keinen Vertrag ab, wird die Prämie von 10 Euro je Monat und Kind kollektiv am Kapitalmarkt angelegt. Dafür wird zum 1. Januar 2028 ein Sondervermögen des Bundes „Frühstartrente“ errichtet, angelegt wird laut Ausschussfassung ausschließlich in breit diversifizierte globale Aktien oder Aktienfonds (Bundestag).

Der individuelle Anspruch lässt sich später in einen Altersvorsorgedepot-Vertrag übertragen. Nach dem Gesetzentwurf geht das bei einem späten Vertragsschluss bis zum 35. Geburtstag: Das Kind bekommt dann ein einmaliges Startkapital in Höhe der kollektiv angelegten Beträge samt Erträgen, berechnet nach der Wertentwicklung von „Musterkindern“ (Drucksache 21/7864, §§ 9 und 10). Nicht abgerufene Mittel eines Jahrgangs fließen an den Bundeshaushalt zurück, wenn alle Anspruchsberechtigten dieses Jahrgangs 35 geworden sind (Drucksache 21/8606).

Citation Capsule: Die Frühstart-Rente startet 2026 mit dem Geburtsjahrgang 2020, ab 2027 kommt jedes Jahr der Jahrgang dazu, der in diesem Jahr sechs wird. Ältere Kinder können Verträge abschließen, erhalten aber keine staatliche Prämie (Bundestag, 2026). Ohne Vertrag legt der Bund die Prämie kollektiv an.

Wie viel Kapital bringt die Frühstart-Rente bis zur Rente?

Wie viel aus 10 Euro im Monat wird, hängt fast nur von der Rendite ab. Unsere Annahme sind 7 % effektive Jahresrendite. Verivox setzt in seinen Rechnungen zum Altersvorsorgedepot 7,5 % an und begründet das mit der historischen Durchschnittsrendite des MSCI World abzüglich ETF-Kosten (Verivox, 2026). Ein Versprechen ist das nicht: Die Rendite schwankt, und in einzelnen Jahrzehnten lag sie deutlich darunter.

deporio Modellrechnung (10 Euro monatlich über 144 Monate vom 6. bis zum 18. Lebensjahr, danach 49 Jahre Wachstum ohne weitere Einzahlung bis zum 67. Lebensjahr, effektive Jahresrendite, ohne Kosten und Steuern):

  • Bei 7 % hat das Depot mit 18 Jahren ca. 2.200 €
  • Bis zum 67. Lebensjahr wächst es auf ca. 61.000 €

Das gesamte Kapital stammt aus dem Staatsbeitrag von 1.440 Euro, kein Euro Eigenbeitrag der Eltern. Das 67. Lebensjahr ist eine Modellannahme: Ausgezahlt werden kann das Kapital grundsätzlich schon ab 65.

Endkapital aus 10 €/Monat StaatsprämieAlter 6–67, ohne Steuern und Kosten4.300 €2 %21.300 €5 %61.000 €7 %102.500 €8 %Quelle: deporio Modellrechnung; auf 100 € gerundet
deporio Modellrechnung: 10 € monatlich vom 6. bis 18. Lebensjahr, danach 49 Jahre Wachstum, effektive Jahresrendite. Ohne Steuern und Kosten.

Die Schwankungsbreite ist gewaltig. Bei 2 % entstehen nur rund 4.300 Euro, zu wenig, um irgendeine Rentenlücke zu schließen. Bei 7 % sind es rund 61.000 Euro aus reinem Staatsgeld, bei 8 % rund 102.500 Euro. Das ist solide, aber kein Rentenkonzept.

Citation Capsule: Aus dem staatlichen Gesamtbeitrag von 1.440 Euro können bei 7 % effektiver Jahresrendite bis zum 67. Lebensjahr rund 61.000 Euro werden (deporio-Modellrechnung ohne Kosten und Steuern). Bei 2 % sind es rund 4.300 Euro, bei 8 % rund 102.500 Euro. Das gesamte Kapital stammt aus der Prämie, ohne Eigenbeitrag der Eltern.

Frühstart-Rente vs. privates Kinderdepot: der ehrliche Vergleich

Die Frühstart-Rente wird oft isoliert betrachtet. Was fehlt, ist der Vergleich mit selbst gespartem Kapital bei identischen Annahmen und identischem Zeithorizont. Deporio rechnet das durch.

Szenario-Vergleich: 7 % effektive Jahresrendite, Alter 6 bis 67 (61 Jahre):

Frühstart-Rente vs. eigener ETF-Sparplan7 % p.a., Alter 6–67, ohne Steuern und Kosten61.000 €Frühstart-Rente(Staat, 10 €/Mon.)270.000 €Eigener Sparplan(25 €/Monat)540.000 €Eigener Sparplan(50 €/Monat)Quelle: deporio Modellrechnung; auf 1.000 € gerundet
deporio Modellrechnung. Gleiche Rendite, gleicher Zeithorizont. Ohne Steuern und Kosten.

Wer selbst nur 25 Euro monatlich spart, erreicht mit 67 Jahren gut das Vierfache der staatlichen Prämie, bei 50 Euro pro Monat knapp das Neunfache. Die Prämie ist kein Rentenkonzept, sondern ein kostenloser Grundbaustein. Wer allein auf die 10 Euro setzt, schließt keine Rentenlücke.

Eigene Einzahlungen sind auch direkt in den Frühstartrenten-Vertrag möglich, bis 6.840 Euro im Jahr (Drucksache 21/7864, § 3 Abs. 3). Eltern und Dritte können sie nicht von der Steuer absetzen (Drucksache 21/8606, § 29 Abs. 2). Anders als die Prämie sind sie nicht bis zum Rentenalter gebunden: Ein auf Eigenbeiträgen beruhender Vertragsteil kann nach der Gesetzesbegründung jederzeit gekündigt werden (Drucksache 21/7864, Begründung zu § 3 Abs. 2 Nr. 3). Ob sich ein Eigenbeitrag im Vertrag oder in einem getrennten Kinderdepot besser anlegt, hängt von Kosten und Steuern ab, und die lassen sich erst vergleichen, wenn Anbieter ihre Konditionen nennen. Die Prämie nimmst du in jedem Fall mit.

Anbieter und Kosten im Detail: Kinderdepot Vergleich. Wohin das eigene Geld besser passt, in den Vertrag oder ins Kinderdepot: Frühstart-Rente vs. ETF-Sparplan. Steuern im Kinderdepot: Freibeträge und NV-Bescheinigung. Weitere Depots für Kinder: Kinderdepot.

Was sind die Nachteile und Kritikpunkte?

Die Schwachstellen gehen in der Berichterstattung über den Beschluss oft unter. Die wichtigsten:

Lange Bindung. Die Prämie samt Erträgen ist grundsätzlich erst ab dem 65. Lebensjahr auszahlbar und weder beleihbar noch veräußerbar. Für Ausbildung, Führerschein oder Studium steht es nicht zur Verfügung, Ausnahme ist die Verwendung für selbstgenutztes Wohneigentum (Drucksache 21/7864, § 2 Abs. 4). Ein privates Kinderdepot lässt sich jederzeit auflösen.

Nur ein Jahrgang pro Jahr. Wer vor 2020 geboren ist, geht leer aus. In einer Umfrage von YouGov im Auftrag des Versichererverbands GDV unter 1.005 Eltern wünschten sich 54 % eine möglichst schnelle Einbeziehung aller Kinder und Jugendlichen unter 18, 32 % hielten die 10 Euro für zu gering (GDV, Befragung 5. bis 9. Oktober 2026). Zugleich bewerteten 74 % die Frühstart-Rente insgesamt positiv.

Mitnahmeeffekte. Der Sozialbeirat der Bundesregierung kritisierte in seinem Jahresgutachten 2025, dass bei der breit angelegten Förderung auch Kinder aus gut situierten Familien profitieren, und verlangte eine Obergrenze für Verwaltungs- und Abschlusskosten (t-online, 09.01.2026).

Nachgelagerte Besteuerung. Die Steuer entfällt nicht, sie wird verschoben: Die Leistungen werden in der Auszahlungsphase besteuert. Je höher das Renteneinkommen, desto weniger bleibt netto.

Wenig Wirkung bei niedrigen Renditen. Bei 2 % Rendite entstehen aus der Prämie nur rund 4.300 Euro.

Politische Kritik. Grüne und Linke stimmten gegen das Gesetz. Die Grünen nennen die Grundidee in ihrem Entschließungsantrag unterstützenswert, den Entwurf aber in wesentlichen Punkten nachbesserungsbedürftig (Drucksache 21/8606).

Welche Anbieter kommen und was solltest du jetzt tun?

Welche Anbieter einen Frühstartrenten-Vertrag für Kinder anbieten, steht noch nicht fest. Der Vertrag folgt den Regeln des Standarddepots, und der Gesetzentwurf lässt den Anbietern Zeit: Anbieter, die technisch nicht früher können, dürfen die Anträge der ersten drei Quartale 2027 noch bis zum 31. Dezember 2027 melden (Drucksache 21/7864, § 30 Abs. 2). Die bisher angekündigten Konditionen für das Altersvorsorgedepot stehen im Anbieter-Vergleich und werden aktualisiert, sobald weitere Anbieter Preise nennen.

Was jetzt sinnvoll ist:

  1. Ruhig bleiben: Wer später abschließt, bis zum 35. Geburtstag des Kindes, verliert die Prämie für die zurückliegenden Monate nicht. Das Kind bekommt ein Startkapital in Höhe der kollektiv angelegten Beträge samt Erträgen. Wer früher abschließt, kann dagegen selbst über die Anlage entscheiden.
  2. Kosten vergleichen: Sobald Anbieter ihre Konditionen für den Frühstartrenten-Vertrag nennen, lohnt der Vergleich. Für das Standarddepot sind die Effektivkosten auf 1 % pro Jahr begrenzt, günstige Anbieter liegen deutlich darunter.
  3. Eigenen Sparplan prüfen: Ein privates Kinderdepot ergänzt die Prämie, ohne dass das Geld bis zum 65. Lebensjahr gebunden ist.

Wie viel Förderung du selbst im Altersvorsorgedepot bekommst, rechnet der AVD-Rechner aus.


Fazit: Kostenloser Grundstein, kein Alleinkonzept

Die Frühstart-Rente ist beschlossen und ein sinnvoller Anfang für die kapitalgedeckte Kindervorsorge: 10 Euro im Monat vom Staat, ohne Eigenbeitrag der Eltern, in einen Vertrag mit Kostenregeln zugunsten des Kindes. Bei 7 % Rendite können aus 1.440 Euro rund 61.000 Euro werden. Dafür ist das Geld grundsätzlich bis zum 65. Lebensjahr gebunden, ältere Jahrgänge bekommen nichts, und das Gesetz muss noch den Bundesrat passieren.

Wer allein auf die 10 Euro setzt, schließt keine Rentenlücke. Wer mehr für das Kind zurücklegen will, kann eigenes Geld in den Vertrag einzahlen oder in einem getrennten Kinderdepot anlegen.

Weiterführend: Kinderdepots im Überblick. Für Erwachsene: der AVD-Rechner und der Produktvergleich.

Quellen

Häufige Fragen

Wie viel zahlt der Staat bei der Frühstart-Rente?

Der Staat zahlt 10 Euro für jeden Monat, in dem das Kind anspruchsberechtigt ist, also 120 Euro im Jahr. Vom 6. bis zum 18. Lebensjahr sind das höchstens 1.440 Euro. Die Prämie fließt in einen Altersvorsorgedepot-Vertrag, den die Eltern für das Kind abschließen, ohne dass sie selbst einzahlen müssen.

Für welche Kinder gilt die Frühstart-Rente?

Für Kinder von sechs bis 18 Jahren mit erstem Wohnsitz im Inland. Die Förderung startet mit dem Geburtsjahrgang 2020, ab 2027 kommt jedes Jahr der Jahrgang dazu, der in diesem Jahr sechs wird. Ältere Kinder können einen Vertrag abschließen, erhalten aber keine staatliche Prämie.

Wann tritt die Frühstart-Rente in Kraft?

Der Bundestag hat das Frühstartrentengesetz am 16. Oktober 2026 beschlossen, als Nächstes befasst sich der Bundesrat damit. Laut Gesetz tritt es am 1. Januar 2027 in Kraft und gilt erstmals für das Kalenderjahr 2026. Das Sondervermögen für die kollektive Anlage startet am 1. Januar 2028.

Was passiert, wenn die Eltern keinen Vertrag abschließen?

Dann wird die Prämie von 10 Euro je Monat kollektiv am Kapitalmarkt angelegt, laut Ausschussfassung ausschließlich in breit diversifizierte globale Aktien oder Aktienfonds. Der Anspruch kann später in einen individuellen Vertrag übertragen werden. Nach dem Gesetzentwurf ist das bis zum 35. Geburtstag des Kindes möglich.

Wie wird die Frühstart-Rente versteuert?

Die Prämie ist bei der Einzahlung nicht einkommensteuerpflichtig, die Erträge bleiben bis zum Beginn der Auszahlungsphase steuerfrei. In der Auszahlungsphase werden die Leistungen besteuert, nachgelagert mit dem dann geltenden persönlichen Steuersatz. Eigene Einzahlungen der Eltern lassen sich nicht steuermindernd geltend machen.

Wann kann das Geld ausgezahlt werden?

Die Prämie samt Erträgen ist grundsätzlich erst ab dem 65. Lebensjahr auszahlbar. Es ist nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht pfändbar. Eine Verwendung für selbstgenutztes Wohneigentum nach § 92a Einkommensteuergesetz bleibt möglich.

MR

Autor

Marvin Rosenkranz

Herausgeber & Gründer von deporio.de

Marvin Rosenkranz ist Geschäftsführer der Auxilit GmbH und Herausgeber von deporio.de. Er analysiert Altersvorsorge-Depot, ETF-Strategien und Kapitalmarktprodukte mit Fokus auf transparente Annahmen, offengelegte Formeln und Nachsteuervergleiche.

Kein Anlageberatung: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte konsultiere vor Anlageentscheidungen einen unabhängigen Finanzberater.